Freitag, 17. Oktober 2008

Telekom Austria stellt Weitergabe von Stammdaten vorerst ein

Ein Aufschrei ging durch die Medien, als bekannt wurde, dass die Telekom Austria Stammdaten über Porno-Konsumierer via der Tauschbörse eMul weitergegeben hat! DerStandard.at und andere österreichische Medien hatten berichtet, dass das Telekom-Unternehmen im Zuge der Abmahnwelle der Pornoindustrie Kundendaten weiter gegeben hatte. Das Unternehmen stützte sich dabei auf die Rechtslage, wonach auch ohne richterliche Anordnung bei Urheberrechtsverletzungen Auskunft erteilt werden müsse.
Mit 17.10.08 stellt Telekom Austria die Weitergabe von Kundendaten ein.
Unternehmenssprecher Martin Bredl teilte mit, dass bis Ende Oktober vom Verband der Internet Service Provider Austria (ISPA) eine neue Empfehlung an die Provider ausgesprochen wird, wonach Daten ohne richterliche Verfügung nicht mehr weitergegeben werden dürfen.
Gegenüber dem Standard bestätigten UPC Austria und Tele2, keine Daten an die Vertreter der Porno-Industrie weitergegeben zu haben.
Nicht eindeutig geklärt in den entsprechenden Gesetzen ist die Frage, ob in diesen Fällen nicht der Datenschutz Vorrang hat.