Mittwoch, 11. November 2009

IKT-Branche pfeift oft auf Marktforschung

Für Detailanalysen sollten besser Experten zu Rate gezogen werden (Foto: picelio.de/Claudia Hautumm)
Die IKT-Märkte sind durch gravierende Veränderungen gekennzeichnet. Globalisierung und Deregulierung führen zu Preisdruck, sinkenden Margen und Marktkonsolidierung. Zudem verändern neue Herausforderer aus dem Internet permanent die Spielregeln und stellen bewährte Geschäftsmodelle der Vergangenheit in Frage. Dennoch verzichten viele Unternehmen zu oft auf professionelle Marktforschung, wie eine aktuelle Studie der Unternehmensberatungen Ecco http://www.ecco.de und Mind Business http://www.mind-consult.eu aufzeigt.

Erfolge werden in der IKT-Branche zumeist dort verbucht, wo der Leidensdruck hoch und die neue Lösung geeignet ist, einen konkreten Mangel zu überwinden. Anbieter müssten folglich ein tieferes Verständnis darüber erlangen, wie die eher pragmatisch handelnden "Mainstream-Kunden" ticken. Genau hier fehle die Bereitschaft, externe Experten zu Rate zu ziehen, so die Unternehmensberater.

Persönliche Erfahrungswerte oft ausschlaggebend

In vielen Unternehmen werde Marktforschung ohne die klassischen Instrumente der externen Kundenbefragungen oder anderer primärstatistischer Erhebungsverfahren betrieben. "Stattdessen bilden Gespräche und persönliche Erfahrungswerte oftmals die Grundlage für das Wissen über den Markt und sind ausschlaggebende Basis zahlreicher unternehmerischer Entscheidungen", so die Studienautoren. Die Erfahrung zeige jedoch, dass die interne Sicht über Marktmechanismen und Kundenzufriedenheit durch externe Erkenntnisse ergänzt werden sollte. Eine solche Außensicht liefere oftmals wichtige Erkenntnisse abseits bequemer Wahrheiten.